Exkursion Eckbach in Neuwaldegg

Schülerinnen und Schüler des Umweltzweiges (Kolleg und Höhere Abteilung) werden im Zuge ihrer Ausbildung sowohl im Theorieunterricht als auch in der Praxis mit dem Thema „Wasser“ im weitesten Sinn konfrontiert.

Dazu zählen die Kenntnis der rechtlichen Rahmen-bedingungen, die Analyse zahlreicher Parameter wie Leitfähigkeit, Nitrat-, Ammonium- und Phosphatgehalt, die Untersuchung von Summenparametern wie BSB und TOC und die Ermittlung des Saprobienindex.

Die Gewässergüte kann mit Hilfe morphologischer, physikalischer, chemischer und biologischer Parameter beschrieben werden. Während eine physikalisch-chemische Untersuchung immer nur eine Momentaufnahme des Gewässers darstellt, geben biologische Untersuchungen Aufschluss über einen längeren Zeitraum. Ein Organismus ist über seinen gesamten Lebenszyklus den Umweltbedingungen des Gewässers ausgesetzt, das Fehlen bestimmter Entwicklungsstadien weist auf vergangene „Katastrophen“ hin. Ein Indikatororganismus hat besonders enge Umweltansprüche und ist daher gut geeignet, die Gewässergüte nach dem Saprobienindex zu klassifizieren.

Um die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen, finden jährlich Exkursionen statt. Besonderen Anklang hat die Exkursion am 10. Mai 2013 bei den Schülerinnen und Schülern des 4KU gefunden, bei der der Eckbach in Neuwaldegg untersucht wurde. Ausgerüstet mit Thermometer, Sauerstoffsonde, Leitfähigkeitsgerät, pH-Meter, Sieben, großen weißen Abdampfschalen, Fotoapparat, Mikroskop und Probenahmeprotokoll wurden das Bachsediment durchkämmt, Steine umgedreht und abgesucht, Organismen gesammelt und mit Tabellen zur Bestimmung des Saprobienindex verglichen.

Selbstverständlich wurden alle Tierchen wieder in den Bach zurückgesetzt.

 

Text © by Dipl. UT Mag. Ingrid Frühwirth
Fotos © by Anita Leininger

 

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