Science Labor in der 1 FB/U

Am letzten Labortag vor Weihnachten ging es im analytischen Labor 031 außergewöhnlich spannend zu. Das Lehrerteam hatte für die Schüler/innen der 1FB/U Laborarbeiten abseits des laufenden Laborprogramms vorbereitet. Bereits am Vormittag experimentierte die Schülergruppe rund um Prof. Bauer an farbigen Lösungen für unseren "Chemistree". Salze wurden in verschiedenen Konzentrationen gelöst, um farbig aussehende Lösungen zu erhalten.

Am Nachmittag wurden verschiedene Stationen für die Schüler/innen angeboten.

  • Fluorescein (Betreuung Prof. Retzl): Dabei wurde Phthalsäureanhydrid, Resorcin, Zinkchlorid und Deionat vermischt, mit Natronlauge versetzt und ein fluoreszierender Triphenylmethanfarbstoff hergestellt. Von dieser Stammlösung wurde eine Verdünnungsreihe erstellt, um mittels einer UV-Lampe im Dunkeln zu prüfen, bis zu welcher Konzentration noch Fluoreszenz erkennbar ist.
  • DNA Isolierung aus Gemüse (Betreuung Prof. Waldsich): Tomaten und Zwiebeln wurden zerkleinert, mit Spülmittel, Salz und Wasser versetzt und im Mörser gemixt. Diese Lösung wurde durch ein Filter geleert und anschließend mit Isopropanol versetzt. Dadurch werden die einzelnen Fäden der DNA besser sichtbar. Das Knäuel besteht aus Millionen Genen aus den tausenden Zellen des Gemüses.
  • Herstellung von Glühkölbchen und Versilbern (Betreuung Prof. Maier): Glasrohre wurden mittels Brennerflamme auf einer Seite so geschmolzen, dass Glühkölbchen geformt wurden. Silbernitrat wurde in Deionat gelöst und mit konzentriertem Ammoniak versetzt. Weiteres wurde eine 10%ige Glucoselösung hergestellt. Beide Lösungen wurden im Wasserbad miteinander vereint, die Glühkölbchen darin geschwenkt, damit ein bleibender Silberspiegel entstand.
  • Säuregehaltbestimmung von Orangen und Zitronen (Betreuung Prof. Raimerth): Das Obst wurde ausgepresst und jeweils ein bestimmtes Volumen in einem Titrierkolben mit selbst hergestelltem Rotkraut-Indikator versetzt. Mittels einer Bürette wurde gegen eine vorher gestellte Natronlauge titriert. Das verbrauchte Volumen wurde ermittelt, anschließend der Säuregehalt berechnet und die Werte von Orangen und Zitronen verglichen.

Alle Schüler/innen dieser Klasse zeigten großes Interesse und waren mit viel Eifer dabei. Die Zeit verging sehr schnell und es wurden neue Erkenntnisse rund um die Chemie gewonnen. Für die Betreuer war es eine schöne Erfahrung zu erkennen, wieviel handwerkliches Geschick und Experimentierfreudigkeit ihre Schüler/innen nach nur 4 Monaten analytisches Labor bereits hatten. Für die Schüler/innen war es toll, praxisbezogene Laborarbeiten zu absolvieren. Der Spaß kam nicht zu kurz, denn Gruppenarbeiten waren erwünscht und sehr produktiv.

Zuletzt eine persönliche Anmerkung: In diesen Laborstunden wurde uns allen wieder bewusst, warum wir uns für Chemie und diese Schule entschieden haben. Danke an alle Mitwirkenden!

Text © by Ing. Doris Raimerth

Fotos © by Milka Damjanovic

 

Weitere Bilder

 

d e f g h i j k l m n